Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.

Aus dieser Überzeugung der Gründungsväter Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch entstand auch vor über 150 Jahren die Frankfurter Volksbank: Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mussten neue Wege der Kapitalbeschaffung gefunden werden. Waren Kaufleute und Gewerbetreibende für Investitionen bisher mit ihren Ersparnissen ausgekommen, so benötigten sie jetzt Fremdkapital. Das stand ihnen jedoch nur in unzureichendem Maße oder zu oft nicht tragbaren Bedingungen zur Verfügung.

 

Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch versuchten, dieser Mittelschicht auf dem Wege der gegenseitigen Selbsthilfe Schutz und Unterstützung zu geben. So entstand die Tradition der Genossenschaftsbank, der wir bis heute treu geblieben sind und deren Werte wir in unserer über 150-jährigen Historie hoch gehalten haben. In unserer Chronik finden Sie einen Überblick zu unseren wichtigsten Meilensteinen – wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Entdecken der Geschichte unserer Bank.

1862

81 namhafte Bürger gründen die Frankfurter Gewerbekasse, die älteste Rechtsvorgängerin der Frankfurter Volksbank.

1875

Der Kauf eines repräsentativen Eckgrundstücks Kalbächer Gasse/Börsenstraße manifestiert den durch das Ende der Zunftbeschränkungen und die eingeführte Gewerbefreiheit getragenen Aufschwung.

1921

Das Aufsichtsratmitglied Fritz Rupp dichtet: „Dass unser lieb Gewerwekass Gedeih, sei unser Strewe. Dadruff erhebt mit mir des Glas, Und lasst se dreimal lewe!“ Zu Recht: Die Frankfurter Gewerbekasse hält auch in den krisengeschüttelten Zeiten des ersten Weltkriegs und der Hyperinflation 1929 an ihren Grundsätzen fest und bleibt auf Kurs.

1942

Zwangsfusionierung der vier genossenschaftlichen Kreditinstitute Frankfurter Gewerbekasse, Frankfurter Genossenschaftsbank, Frankfurter Volksbank sowie der Bank für Handel und Gewerbe. Die Frankfurter Gewerbekasse gehört zu den Schwergewichten des Quartetts. Der neue Name der Bank: Volksbank Frankfurt am Main eGmbH.

1952

Nur sieben Jahre nach Ende des Krieges eröffnete die Frankfurter Volksbank am 2. August 1952 ihre neue Zentrale an der Ecke Börsenstraße/Kalbächer Gasse.

1953

Nur fünf Jahre nach der Währungsreform ist die Bilanzsumme der Frankfurter Volksbank von 5 Millionen am Tage der Währungsreform auf 30 Millionen gestiegen und die Spareinlagen haben sich auf 10 Millionen verfünffacht.

1962

In der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum heißt es: „Was vor einem Jahrhundert von 81 fortschrittsgläubigen, jungen Frankfurter Bürgern mit der Gründung der Frankfurter Gewerbekasse begonnen wurde, als eine bescheidene, aber selbstbewusste Eigenhilfe des Mittelstandes gedacht und in der Idee der Solidarität verwurzelt, hat sich auf diesem soliden Fundament nun zu einem aus dem Wirtschaftsleben unserer Stadt und ihrer Umgebung nicht mehr hinweg zu denkenden Pfeiler für viele Unternehmen in Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie sowie der freien Berufe entwickelt.“

In ihrer langen Geschichte

fusioniert die Frankfurter Volksbank immer wieder mit zahlreichen lokalen und regionalen Volksbanken. Auch bei dieser Expansion und im Online-Zeitalter bleibt die ausgezeichnete Beratung sowie die individuelle Betreuung vor Ort für unseren Kunden eine wesentliche Säule unseres Geschäftsmodells.

Heute

Traditionell sind wir die mittelständische Bank des privaten und geschäftlichen Mittelstandes. Unsere Hauptfiliale im Herzen von Frankfurt liegt nur einen Steinwurf von der Frankfurter Börse entfernt. Nicht nur deshalb hat das Wertpapiergeschäft seit Jahrzehnten für unser Haus eine besondere Bedeutung. In der Beratung unserer privaten und institutionellen Kunden bei ihren Geld- und Kapitalanlagen können wir auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

 

Die Frankfurter Volksbank ist heute die mitgliederstärkste und zweitgrößte Volksbank in Deutschland. Wir bieten die komplette Dienstleistungspalette und die Kompetenz einer modernen und leistungsstarken Bank.